La volpe Sophia COPERTINA

 

Ein Füchschen erobert die Herzen im Sturm und lehrt, dass Gerechtigkeit der Weg zum Glück ist  ?? ️??️ ??

 

 

La volpe Sophia e l’indovinello solare - Das Füchschen Sophia und das Sonnenrätsel des italienischen Regisseurs Andrea Lucisano ist der erste und bislang einzige philosophische Zeichentrickfilm (in Mischtechnik) in Italien und er hat eine hehre Mission: die Erziehung der Kleinsten zur Legalität und zum Gerechtigkeitssinn. 


Auf den ersten Blick ist Sophia ein niedliches Füchschen, das zwischen Blumen und Schmetterlingen hüpft und springt, dazu trällert und immer fröhlich lächelt. Ihr Lied „Sophia, Sophia, Sophia, la volpe ...“ eröffnet den Film und lässt alle schon im zweiten Refrain mitsingen. Wie so viele ihrer Zeichentrickkollegen könnte auch sie ebenso gut nichts anderes im Schilde führen, so tun als ob alles in schönster Ordnung und jeden Tag nur Sonnenschein sei, und ihre kleinen Zuschauer allesamt einer schillernden Zukunft entgegenblickten. Doch Lucisano wäre nicht Lucisano, wenn dem so sei. Sophia hingegen leitet sich von Philosophie(a) ab, dem Streben nach Erkenntnissen. Und dieser Drang ist Sophia wie angeboren.

‚Warum?‘ eröffnet viele ihrer Fragen. Mit spielerischer Leichtigkeit, sympathisch und in Reimform gesprochen, regt sie zum Nachdenken und Hinterfragen an und begegnet Situationen, die die Härten der Realität und existierende Problematiken widerspiegeln; wie zum Beispiel Kriminalität, Gier und Habsucht, die übergroße Bedeutung von Geld und Materiellem, woher Neid und Streit und Kriege kommen.


La volpe Sophia Technik oder Natur


La volpe Sophia entsteht 2012 in Neapel in Kampanien, in einer Stadt und Region, in der diese Themen das alltägliche Leben bestimmen, viele Kinder von klein an begleiten und sie oft schicksalhaft verwickeln. Themen jedoch, die universell und weltumfassend sind – sie betreffen uns alle und unsere Kinder erst recht! 

Vor diesem Hintergrund trifft Sophia in der ersten Episode auf eine Beispielfigur, einen schweren Mafiaboss und dem fühlt sie mit ihren kecken Fragen tüchtig auf den Zahn. Eine Begegnung höchst ungleicher Art und von zweifelhaftem Ausgang, wie es bisweilen anmutet; ist der Boss doch ganz und gar nicht angetan davon, beim Zählen seiner schmutzigen Gelder gestört zu werden.
Sophia jedoch gelingt es, ihn in einen Wortwechsel zu ziehen und Antworten zu erhalten. Und so beschreibt er schließlich sein missliches, miserables Leben auf illegalem Pfad, das er nur der Besitzanhäufung, nicht aber dem Streben nach Glück gewidmet hat. Nur Materielles hat für ihn einen Wert, die Schönheit und den Reichtum, den Sophia im Herzen trägt, kennt er nicht.
Doch im Dialog mit Sophia wird ihm alsbald klar, dass wer Unrecht tut, glücklich nicht sein kann, und nur wer sich gerecht verhält wahre Freunde und wahrhaftige Freude finden kann. Eine Gleichung einfach wie ein Kinderspiel (“I cattivi sono tristi ed i buoni sono felici, perché hanno tanti amici.” - Die Bösen sind traurig und die Guten sind glücklich, denn sie haben viele Freunde).

 

La volpe Sophia Jugend und Tugend

 


Einfachheit ist die Natur aller großen Wahrheiten.
Und mit dieser, dem Sonnenrätsel Sophia‘s: „I cattivi sono tristi, i felici sono i….? giusti!” - Die Bösen sind traurig, die Glücklichen sind die…? Gerechten!, geht  Andrea Lucisano auf den altgriechischen Philosophen Platon zurück, der dieses Konzept in seinem Werk „Die Politeia“ (auf komplexe Weise!) beschreibt, den Studierenden eine solche Synthese aber nicht bietet.
Sophia macht große Philosophie zugänglich, den Kleinsten, wie auch den Erwachsenen, die der Materie auf neue, spielerische Weise begegnen möchten.

Andrea Lucisano, gemeinsam mit Evelyn Egner, ist auf Tour in Italien mit La volpe Sophia, in Schulen und Gemeinden, in Theatern und Kinos. Ein zweistündiger Workshop, oder genau gesagt eine Unterrichtsstunde in angewandter Philosophie im Anschluss an die Vorführung des 11-minütigen Zeichentrickfilms, bereitet dem Publikum ein unvergessliches Erlebnis von besonderem pädagogischen Wert. Philosophieren wird zum Vergnügen mit dem Füchschen Sophia und ihrem Erfinder Andrea Lucisano, der als Musiker und Poet, Rhythmus, Gesang und Sprachspielen großen Platz einräumt. Manuell kreativ schließt der Workshop mit der volpe Sophia, die die Kinder als Origami basteln und ihren Eltern als Souvenir mit nach Haus bringen.

 

La volpe Sophia Leben und Lieben



Zuletzt war Sophia im Dezember 2016 in den Schulen Siziliens und in Kalabrien auf dem Festival „Musica contro le Mafie“ unterwegs (Fotos). Fürs neue Jahr stehen die Marken, die Lombardei und Venedig zuerst auf dem Plan. Viel hat La volpe Sophia vor … auch in Deutschland, in Neapels deutscher Partnerstadt Hamburg allem voran und den USA.

Eine Vorschau zum Film (mit deutschen Untertiteln), Sophia’s Lied, Fotos und Zeichnung, Videos und viele Arbeiten von Kindern, die in den letzten Jahren entstanden sind im Rahmen von Projekten an Schulen und selbst in Kindergärten, finden Sie auf der Website des Vereins der beiden Künstler und Erzieher
www.ladanzadellefarfalle.com. Um die Filmvorführung und den Workshop für Ihre Schulklasse oder Ihr örtliches Kino oder Theater zu buchen schreiben Sie an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it..
Auf bald mit La volpe Sophia! SOLARE!!

Evelyn Egner                                                                                                 
Januar 2017

 

 

 

 

La Volpe Sophia e lindonnvinello solare 6 gb-a

 

 

 

Am 11. Juni 2017 sprach La volpe Sophia mit Richard David Prechtder auf der Phil.Cologne in Köln zu Gast war.

 

Philosofieren ist ein Kinderspiel 3


La volpe Sophia im Gespräch mit Richard David Precht über ein zukunftsorientiertes Bildungssystem

 


La volpe Sophia: Bin ein Füchschen, suche was wahr ist und echt.
Hallöchen, Richard David Precht.

Richard David Precht: Und du heißt Sophia?!

Sophia: Du hast recht.
Wenn die Zukunft die KINDER sind,
kümmern wir uns um SIE! Geschwind!!

Richard: Das ist jedem völlig klar, aber wir denken oft im Alltag nicht tief genug daran; was für eine Welt wir den Kindern überhaupt hinterlassen werden.

Sophia: Ich denke viel darüber nach und stelle mir tausend Fragen.
Ein paar will ich dir, Richard, heute vortragen.
Die Schule von morgen braucht Philosophen und Bravur.
Sollen Kinder die Technik erforschen oder die Natur?

Richard: Ich würde beidem einen großen Stellenwert einräumen, aber der Kontakt mit der Natur fällt gegenwärtig noch sehr viel stiefmütterlicher aus, als der mit der Technik. Da haben wir sicher ein großes Nachholbedürfnis. Es wäre gut, wenn Biologieunterricht weitgehend im Wald stattfinden würde und dass man es mit echten Blättern zu tun hätte und nicht mit Arbeitsblättern. 

Sophia: Auch ich liebe den Wald mit seinen Bäumen.
Wie viel Platz sollte die Schule der Empathie einräumen?

Richard: Das ist eine sehr schwere Frage, Sophia, denn Empathie ist nichts ausnahmslos Gutes. Jemand, der mit allen anderen Menschen immer stark mitfühlt, wird kein glücklicher Mensch werden können. Deswegen ist Empathie zwar auf der einen Seite wichtig und auch für die meisten Leute ein positiv besetztes Wort, aber Empathietraining würde ich eigentlich nur denjenigen angedeihen lassen, die ein ernsthaftes Problem damit haben. Abgesehen davon ist Empathie auch ein Mittel zur Macht. Je mehr ich mich in andere hineinversetzen kann, umso besser kann ich sie manipulieren. Wir müssen begreifen, dass Empathie zweischneidig ist. Wichtig ist aber, dass wir eine Achtsamkeits- und Anerkennungskultur der Kinder im Umgang miteinander weiterhin und noch stärker als bisher kultivieren.

Sophia: Und die heutige Jugend, kennt sie noch die Tugend?

Richard: Die Tugenden haben sich in der Menschheitsgeschichte fast nicht verändert. Es ist also nicht so, als ob wir heute andere Werte hätten als die alten Griechen; in den meisten wichtigen Fragen. Wir haben sogar die gleichen Werte wie die Bewohner der Fiji-Inseln in den meisten wichtigen Fragen. Überall wird Barmherzigkeit höher gehandelt als Hartherzigkeit, Loyalität höher als Verrat, Lügen gilt eigentlich in jeder Kultur als falsch, jemanden ermorden gilt in jeder Kultur als falsch. Da besteht eigentlich nicht der große Unterschied. Aber es kommen neue Herausforderungen hinzu und eine der wichtigsten Herausforderungen für die Kinder besteht darin, sich vor Aufmerksamkeitsraub zu schützen. Das heißt die Fähigkeit zur Konzentration, zur Sammlung, zur eigenen Neugierde, des bei sich selbst Seins zu kultivieren, weil die Kinder heute von Aufmerksamkeitsräubern in unglaublicher Zahl umgeben sind, die versuchen genau diese Ressource abzugraben.


Sophia
: Leben und lieben, Liebe und Leben.
Was braucht‘s, um das Glück anzustreben?

Richard: Ich weiß nicht wie viele Sprachen es gibt, in denen die beiden Begriffe tatsächlich so eng zusammenhängen. Man muss natürlich bei ‘lieben‘ immer überlegen, was überhaupt gemeint ist, weil ‘lieben‘ ganz unterschiedliche Bedeutungen hat. Die alten Griechen haben ja schon zwischen Caritas, Eros und Agape unterschieden und sie als drei verschiedene Formen von Liebe gesehen. Da muss man vorsichtig sein. Aber ich glaube, wenn man kein liebevolles Verhältnis zu sich und zum Leben hat, dann ist das Leben eine ziemlich unangenehme Angelegenheit, sowohl für einen selber, wie auch für andere. Also die Fähigkeit zur Liebe sollte man sich bewahren, was aber nicht heißt, dass man einen inflationären Gebrauch davon machen sollte.

Sophia: Freudig leben wollen wir.
Freundschaft schließe ich mit dir.  
Lieber Richard, danke sehr.
Sinnen besonnen wir bald mehr!


La volpe Sophia dankt Richard David Precht für das freundliche Gespräch.


Für die freundliche Unterstützung danken La volpe Sophia, Andrea Lucisano und Evelin Egner dem Internationalen Festival der Philosophie Phil.Cologne, dem WDR 5 und Herrn Prof.Christoph Jamme der Leuphana Universität Lüneburg
 

 
      

Köln im Juni 2017

 

Sophia spricht mit Richard

 

Sophia spricht mit Richard 3 sito

 

Sophia spricht mit Richard 2 sito



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